Der Ansprechpartner für Gartenfreunde

Tipps der Fachberater: Juli 2010

 

Tipps vom Fachberater: Juni 2010

Thema: Wasserbedarf und richtiges Gießen von Pflanzen und Stauden

Pflanzen benötigen zu ihrem Wachstum Erde, Licht, Luft, Wasser und gute Pflege. "Wasser marsch" lautet die Devise wenn Wärme und Trockenheit unser Gartenwetter bestimmen.
Der Wasserbedarf der einzelnen Arten ist unterschiedlich.
Viele Pflanzen sind genügsam (Kräuter aus den Mittelmeergebieten wie Rosmarin, Salbei, Thymian), Mauerpfeffer, Hauswurz.
Ausgeglichene Wasserversorgung besteht bei einsetzender Blüte, bei der
Kopfbildung (Salat, Kohl, Zwiebel, Sellerie usw.) und zusammengefasst in der jeweiligen Hauptwachstumszeit.
Wer die Möglichkeit hat kann Pflanzen mit annähernd gleichem Wasserbedarf zusammen pflanzen.

Grundregeln:
Nicht so häufig, dafür kräftig und durchdringend gießen.
Faustregel: je Liter pro qm dringt das Wasser 1 cm tief in den Boden ein.
Richtwert: 25-35 l verteilt auf 2-4 Gaben pro Woche für durstige Gemüsearten wie Kohl, Gurken, Sellerie, Lauch.
20-25 l für Salat, Radieschen, Möhren, u.a.
8 -10 l ist die empfohlene Orientierungsgröße je Gießvorgang.
Blätter sollten möglichst trocken bleiben oder schnell abtrocknen. Deshalb möglichst früh morgens oder am frühen Abend gießen oder sprengen.
Günstig bleibt, das Wasser direkt an die Wurzeln zu gießen. Kaltes Wasser vermeiden.
Pflanzen an sonnigen Standorten müssen häufiger gegossen werden als Schattenbewohner. Großblättrige Pflanzen sind durstiger als Arten mit kleinen Blättern. Mulchen verhindert die schnelle Verdunstung der Flüssigkeit sowie das Wachsen von Unkraut und damit viel Arbeit. Einaml hacken erspart zweimal gießen. Grund: Die Kapillaren werden unterbochen und damit wird die Wasserverdunstung abgebaut.
Pflanzen zeigen ihren Wasserbedarf durch Einrollen oder Herunterklappen der Blätter sn. Im Extremfall wird das Laub abgeworfen.
Besondere Hinweise:
Tomaten haben einen hohen Wasserbedarf. Die Blätter sollten immer trocken bleiben. Schwankungen zwischen Trockenheit und Nässe vermeiden sonst Gefahr des Platzend der Früchte. Anfangs 2-3 l/qm und Tag, später
4-6 l/qm und Tag.
Gurken haben auch einen hohen Wasserbedarf, ab der Fruchtentwicklung  ca. 3-4 l/qm und Tag. Die Blätter sollten trocken bleiben (Gefahr von falschen Mehltau). Gurken sind Flachwurzler, deshalb das Wasser nicht punktuell sondern breitflächig ausbringen.
 
Rasen kann das Wasser besser speichern wenn die Halme nur gekappt und länger als 7-10 cm sind. Also bei Hitze nur mäßig mähen. Zu häufiges und vor allem tägliches Mähen führt zur Verflachung der Wurzeln und Entwicklung von Fremdgräsern und Moos.
Rat: ca. 2 Mal pro Woche 30 Minuten wurzeltief beregnen und nicht iefer als ca.
4-5 cm schneiden.

Der Fachberater

Tipps vom Fachberater: Mai 2010

Im Monat Mai ist Pflanzzeit für im März / April auf dem Balkon, im Gewächshaus oder auf der warmen Fensterbank vorgezogenen frostempfindlichen Gemüse und Blumenjungpflanzen, wie zum Beispiel Tomaten, Gurken oder Zucchini bzw. Geranien, Petunien, Astern oder Zinnien. Sie sollten jedoch nicht vor den „Eisheiligen“ ins Freie gepflanzt werden. Zu Ihrem Schutz vor eventuell auftretenden Spätfrösten sollte jedoch immer eine Möglichkeit zum Abdecken der empfindlichen Pflanzen bereit gehalten werden. Dahlien, Gladiolen und andere nicht winterharte Blumenknollen- und Zwiebeln müssen in die Erde. Erste Ernten von Radis, Rhabarber und Kräuter sind möglich. Mit zunehmender warmen Jahreszeit werden auch die meist unbeliebten Gartengäste wie Ameisen, Asseln und Schnecken mobil. Sie vermehren sich zusehends, und machen sich über unsere Gemüse und Blumenjungpflanzen her.

Schnecken: Den Nackt- und Gehäuseschnecken schmecken unsere Jungpflanzen besonders gut. Ihre natürlichen Feinde wie Igel, Frösche, Kröten, Eidechsen oder Blindschleichen fehlen zunehmend in unseren Gärten und stören somit das biologische Gleichgewicht. Schnecken sind vorwiegend nachtaktiv und lassen sich unter abends ausgelegten feuchten Tüchern, Brettern oder auch Rhabarberblättern frühmorgens bequem absuchen. Auch Bierfallen wirken Wunder. Sollten alle natürlichen Bekämpfungsmaßnahmen nicht ausreichen, kann man auch auf im Fachhandel angebotene Mittel (Schneckenkorn) zurückgreifen.

Asseln ernähren sich eigentlich von abgestorbenen Pflanzenteilen. Dies scheinen einige dieser Plagegeister vergessen zu haben und vergreifen sich auch an Jungtrieben z.B. von Tomaten, Paprika, Salat oder Kohlrabi. Hier hilft dann wieder nur die Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel.

Ameisen stören mit ihren lästigen Beißattacken auf unkrautjätende Garten-freunde, sowie Wühlarbeiten auf Beeten und Wegen. Besonders lästig sind sie, wenn sie sich ihr Quartier ausgerechnet in der Gartenlaube gesucht haben. Die Bekämpfung erfolgt mit  zugelassenen, im Fachhandel erhältlichen Mitteln.

Viel Erfolg beim Gärtnern wünscht Ihnen

Ihr Fachberater

 
Tipps vom Fachberater: April 2010

Garten altersgerecht gestalten
Bei aller Liebe zum Garten wird die dazugehörige Arbeit – besonders von älteren Menschen - nicht immer nur als Entspannung empfunden. Je nach körperlicher Verfassung kann die eigentlich leichte Arbeit auf die Dauer recht beschwerlich werden. Wer auf den Ausgleich, den die Gartenarbeit bietet, auch in zunehmendem Alter nicht verzichten möchte, sollte rechtzeitig vorsorgen.
Mit einem Rollhocker können die unvermeidbaren Arbeiten am Boden bequemer durchgeführt werden. Ein kleiner Gartenpoller leistet beim Ziehen des Gartenschlauches große Hilfe. Eine zweirädrige Schubkarre kann auch mit einer Hand geschoben werden, während die andere Hand für eine Gehhilfe frei ist. Wichtig ist, bei allen Geräten auf ein leichtes Material und ein der Kör-pergröße angemessenes Gerät zu achten.
Mit der richtigen Pflanzenauswahl kann die Arbeit reduziert werden. Beerensträucher werden mittlerweile als rückenfreundliche Hochstämme angeboten, Obstbäume auf schwach wachsenden Unterlagen bleiben deutlich kleiner. So braucht man zum ernten keine Leiter mehr. Ein Hochbeet ist nicht nur leichter zu bearbeiten, es gibt dem Garten eine zusätzliche vertikale Struktur.
Ein Staudenbeet erfreut jedes Jahr aufs Neue, ganz ohne jahreszeitliche Neupflanzungen. Nicht nur Rosen und Lavendel, auch Stauden wie Monarden und Duftnesseln, Nachtviolen und Steinkraut oder ein begehbarer Duftrasen aus Teppichkamille lassen einen die Stunden im Garten besonders genießen. Rindenmulch als Bodendecker dient zur Temperaturregulierung, Düngung und Schutz vor Austrocknung. So erhält man pflegeleichte Flächen, die Unkräutern wenig Chance ließen. Damit alle Gartenwinkel auch später noch gut begehbar sind, ist auf trittsichere Beläge und sanfte Steigungen zu achten. Holz wird in nassem Zustand zum Beispiel schnell schlüpfrig, kann aber mit einer Auflage aus Hasendraht sicherer gemacht werden. Wer auf die romantische Wirkung von Kiesflächen nicht verzichten will, kann diesen mit einem Unterbau aus Kunststoffwaben stabilisieren. Ein Geländer an der richtigen Stelle bietet nicht nur zusätzliche Sicherheit, es kann sinnvoll als gestalterisches Element eingesetzt werden.
Nicht zuletzt sollte an ausreichende Ruheplätze gedacht werden. Eine steinerne Mauer als Sitzgelegenheit ansprechend gestaltet ist immer wieder die ideale Lösung. Sie wirkt ungezwungener als eine feste Sitzgruppe. Und mit einer Sitzhöhe von 65 cm fällt auch älteren Gartenliebhabern das Hinsetzten und Verweilen nicht schwer!
Ihr Fachberater


Tipps vom Fachberater: März 2010

Was ist zu tun?

Rasen:
Abharken, bei tockenem Wetter vertikutieren, Rasenkanten abstechen, Schadstellen ausstechen – umdrehen – wieder einsetzen – mit Erde oder sandigem Kompost auffüllen – neu aussäen- Rasendünger u. bei Bedarf Vitalkalk verwenden.

Beerensträucher: Besonders schwarze Johnnisbeeren auf Gallmilbenbefall (angeschwollene Knospen) kontrollieren, ausbrechen oder Zweig abschneiden! Nicht kompostieren

Obstbäume: Leimringe entfernen, Winterschnitt beenden. Achtung: später Schnitt vermindert den Austrieb. Winterspritzung beenden. 
 
Rosen: Grundsätzlich gilt die alte Regel! Rosen werden geschnitten wenn die Forsythien blühen!

Stauden: Es ist die richtige Zeit zum Teilen und Vermehren. Bei der Pflanzung sollte man beachten welche Pflanzen zusammenpassen in - Verträglichkeit - Farbenspiel - Höhe u. Hintergrund. Wie bei anderer Pflanzung von Rosen u.a. ist immer durch gute Vorbereitung die Bildung von Staunässe zu beachten: lehmige Böden mit Sand vermischen sandigen Böden Humus zuführen evtl. Boden austauschen.

Und was noch ?
- auf Gemüsebeeten Bodenoberfläche 10 bis 15 cm tief auflockern ist immer besser als umgraben. - Noch nicht verrotteter Kompost kann zum Mulchen unter Obstbäumen und um Stauden verwendet werden. - Vogelhäuschen rechtzeitig reinigen - Falls möglich Aussat von Radieschen, Möhren, Zwiebeln, Spinat, - Vorziehen v. Planzen im Frühbeet oder im Fenster v.Tomaten, Bokkoli, Kohlrabi, Blumenkohl, Sellerie, Salat.

Viel Freude am neuen Gartenjahr und viel Erfolg wünschen die Fachberater

Tipps vom Fachberater: Februar 2010

Allen Gartenfreunden einen erfolgreichen Start in das neue Gartenjahr wünschen die Fachberater des Stadtverbandes der Gartenfreunde Dessau.

Noch herrscht Winterschlaf im Garten. Igel und Siebenschläfer halten Winterschlaf. Es ist noch alles tief verschneit. Für den Gartenfreund ist es jedoch Zeit an das neue Gartenjahr zu denken. Nach starken Schneefällen sind Gehölze, Sträucher und Stauden vom Schnee zu befreien. Die Futterstellen für die Vögel sind zu kontrollieren und gegebenenfalls neu mit Körnern zu bestücken, damit sie den Winter schadlos überstehen und uns im neuen Jahr bei der Bekämpfung von Schädlingen, wie Raupen , Käfern und Maden unterstützen. Gartenwerkzeuge sind zu überprüfen und bei Bedarf zu reparieren bzw. durch neue zu ersetzen. Schädlingsbekämpfungsmittel sind auf ihr Verfallsdatum zu kontrollieren. Wenn sie dem starken Frost ausgesetzt waren, sind sie zu vernichten bzw. der fachgerechten Entsorgung zuzuführen. Gartenlauben und Geräteschuppen sind auf unerwünschte Wintergäste wie Mäuse, Ratten oder Marder zu kontrollieren. Bei Bedarf kann noch Thomasmehl oder Kalk direkt auf den Schnee ausgebracht werden. Zu Hause, in der warmen Stube ist es Zeit, seine Samenbestände vom letzten Jahr zu überprüfen und auf das Verfallsdatum zu kontrollieren. Gegebenenfalls sind Keimproben durchzuführen. Auch ist es Zeit, Kataloge des Samenversandhandels zu wälzen und bei Bedarf neue Pflanzen und Sämereien zu bestellen.
Trotz aller Bemühungen bin ich mir sicher, das wir Gartenfreunde wie in jedem Jahr wieder die eine oder andere Kleinigkeit vergessen haben, die wir dann kurzfristig im Fachhandel besorgen müssen.
Ein Gutes Gelingen im neuen Gartenjahr, möglichst ohne Mücken Schnecken, Blattläuse, Kartoffelkäfer und weiße Fliege, sowie immer das passende Wetter wünscht Ihnen Ihr Fachberater

Tipps vom Fachberater: November 2009

Tipp: Wenn der Winter Einzug im Garten hält und auch die letzten sommergrünen Gehölze ihr Laub verloren haben, sind Sträucher mit attraktiven Ästen und Zweigen ein probates Mittel gegen winterliche Tristesse. Bei vielen Sträuchern mit gefärbten Zweigen verblasst die attraktive Rindenfarbe jedoch bereits im zweiten Jahr. Daher ist es sinnvoll, die ältesten, weniger stark gefärbten Zweige regelmäßig zum Winterende herauszuschneiden und so den Neuaustrieb kräftig gefärbter Äste zu fördern.
Herbstgemüse ernten
Im November wird es Zeit, das verbliebene Spät- und Herbstgemüse zu ernten. Danach bleiben nur noch die typischen Wintergemüse wie Spinat, Feldsalat, Grün- und Rosenkohl, aber auch Zuckerhut und Mangold auf den Beeten. Zuckerhut verträgt Temperaturen bis -7°C und kann daher noch länger im Beet stehen bleiben. Mangold lässt sich mit etwas Frostschutz (Nadelreisig oder Frostschutzvlies) sogar gut überwintern.

Obstbäume schützen
Die Stämme von Obstbäumen sollten gegen Wildverbiss geschützt werden. Achtung, auch Nager sind Feinschmecker! Die Rinde aromatischer Apfelsorten, wie Cox’ Orange und seine Abkömmlinge, wird von Feld- und Schermäusen sowie Kaninchen und Hasen bevorzugt. Die Gehölze sind so zu schützen, dass Wild auch bei hoher Schneedecke nicht an die Rinde gelangt – geeignet sind Drahthosen oder Kunststoffmanschetten. Im Handel sind auch Wildverbissschutzmittel zum Aufsprühen oder Einstreichen erhältlich. Die Wirksamkeit solcher Mittel sollte jeder Gartenfreund selbst ausprobieren.

Frühblüher nachpflanzen 
Wenn Gärtnereien und Gartencenter im November die letzten Blumenzwiebeln und Blumenknollen loswerden wollen, kann bei winterharten Arten und Sorten gerne noch einmal zugegriffen werden. Die Ware ist nämlich bei gleicher Qualität oft um einiges preiswerter als die in den vergangenen Monaten angebotene. Allerdings sollte man damit rechnen, dass die jetzt gesteckten Zwiebeln und Knollen im kommenden Jahr später und auch etwas kleiner blühen werden. Die geringe Investition lohnt jedoch einen Versuch allemal, da die Frühblüher bei entsprechender Pflege im folgenden Jahr ohne weiteres aufholen. 
Rosen schneiden
Edel-, Beet und Zwergrosen sollten vor dem Winter nicht zu kräftig zurückgeschnitten werden. 50 cm der Triebe sollten mindestens stehen bleiben, damit beim Zurückfrieren in rauen Wintern noch genügend Holz zum Austreiben bleibt. Anschließend werden die Pfl anzen angehäufelt, um die Veredlungsstelle vor Frost zu schützen. Die Sträucher werden zusätzlich mit Nadelreisig locker abgedeckt. Kletter- und Strauchrosen werden grundsätzlich erst im Frühjahr geschnitten und das nur bei Bedarf. Sie werden aber angehäufelt. Nur Wildrosen können im Allgemeinen auf Winterschutzmaßnahmen verzichten.

Tipps vom Fachberater: September 2009

Himbeeren - sind reich an Mineralien, wie Kalium, Eisen und Phosphor. Gepflanzt wird am besten im Herbst in einen mittelschweren, lockeren und humosen Boden in möglichst windgeschützter Lage. PH- Wert 5.5-6 wäre ideal. Der Boden ist mit organischem Material ( Kompost oder verrotteten Stalldünger) anzureichern. Gepflanzt wird so, dass die Bodenknospen ca. 5cm mit Erde bedeckt sind. Der Boden ist zu mulchen und die Triebe auf ca. 20-30cm einzukürzen. Himbeeren benötigen zum Wachsen ein Spalier, oder zwischen zwei Pfosten gespannte Drähte. Gedüngt wird mit organischem Dünger wie Kompost, verrotteten Stalldung oder Hornspäne. Bei Bedarf 50-70g Blau Volldünger /m². Regelmäßiges Wässern ist vom Vorteil. Abgetragene Himbeerruten werden kurz über dem Boden abgeschnitten, und lange Jungtriebe etwas eingekürzt.
Remontierende ( zweimaltragende Sorten ) werden im Winter, bzw. im zeitigen Frühjahr kurz über dem Boden abgeschnitten. Nachdem sich neue Jungtriebe entwickelt haben, werden alle schwachen Triebe herausgeschnitten und nur die stärksten stehen gelassen. Sie tragen zwar etwas später wie die einmal tragenden Sorten, dafür können Sie diese Beeren jedoch bis zum ersten Frost genießen. Von Krankheiten befallene Pflanzen und Triebe gehören nicht auf den Kompost, sondern sind zu verbrennen oder über den Hausmüll zu entsorgen.

Brombeeren mögen einen sonnigen, Wind und frostgeschützten Standort. An den Boden stellen sie keine besonderen Ansprüche. Die Pflanzung erfolgt am besten im Frühjahr.
Bei der Pflanzung wird weder an den Wurzeln noch an den Ruten zurückgeschnitten. Die jungen Triebe sollten an einem Spalier befestigt werden. Es genügen auch zwischen zwei Pfähle gespannte Drähte. Vom Vorteil ist eine Bedeckung des Bodens mit Stroh oder verrotteten Stalldung, der im Frühjahr gleich als Mulchdecke liegen bleiben kann. Gedüngt wird wie bei den Himbeeren im Frühjahr. Jetzt werden auch alle abgetragenen Ruten kurz über dem Boden abgeschnitten. Die Vermehrung erfolgt durch auf den Boden gelegte und befestigte Ranken, deren Triebspitzen sich rasch bewurzeln. Diese bewurzelte Pflanze schneidet man im Frühjahr ab, und pflanzt sie an ihren richtigen Standort.

Kulturheidelbeeren brauchen für ein optimales Wachstum einen sauren Boden. PH Wert von 3,5 – 4,5 wäre Ideal. Die Pflanzgrube sollte 1m x 1m und 0,4m tief sein und mit einem Gemisch aus Torfmull, Nadelstreu, Walderde, Sägespäne oder Rindenabfälle versehen werden. Kalk und frischer Mist sind Gift für Heidelbeeren. Die Pflanzung sollte im Herbst oder zeitigem Frühjahr erfolgen. Gepflanzt wird am besten in Gruppen oder in der Reihe. Pflanzabstand von 1,5m bis 2m wäre richtig. Heidelbeeren sind Flachwurzler, daher ist der Boden nur vorsichtig zu lockern und mit einem handelsüblichen Azaleen, Heidelbeer oder Rhododendron Dünger zu versehen.

Viel Erfolg bei der Verwertung der Früchte wünscht Ihnen Ihr Fachberater des Stadtverbandes Dessau

Tipps vom Fachberater: August 2009

Anzucht, Pflege und Ernte von Wintergemüse

Wir unterscheiden zwischen Spät- und Wintergemüse.

Spätgemüsearten müssen vor, bzw. nach den ersten leichten Nachtfrösten ins
Winterquartier. ( Keller, Erdmieten etc. )
Wintergemüse kann zum größten Teil direkt vom Beet geerntet werden, wobei
es empfehlenswert ist, einen leichten Winterschutz zu geben. Bei der Ernte ist darauf zu achten, dass das Gemüse nicht beschädigt und in einem kühlen, frostfreien Raum vorsichtig aufgetaut wird.
Zu den Wintergemüsearten gehören zum Beispiel:
Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Rettich, Winterradicchio, Porree und Schwarzwurzeln.
- Grünkohl: Anfang August ist die letzte Möglichkeit zur Pflanzung.
Als Reihenabstand genügen 30cm, da die Pflanzen nicht mehr
zu groß werden. Ab September ist regelmäßig zu düngen,
Bei zu strengen Frösten ist leichter Winterschutz zu geben.
- Rosenkohl: Der im Juni gepflanzte Rosenkohl erhält regelmäßige Wasser
und Düngergaben. Gegen die ersten Fröste erhält er leichten
Winterschutz
- Porree : Im Juni/ Juli gepflanzter Porree erhält reichliche Dünger und
Wassergaben. Vorteilhaft ist ein Gemisch von Volldünger und Stickstoff im Verhältnis von 1: 1.
Die Düngung sollte regelmäßig bis in den Sept. fortgeführt werden.
- Feldsalat: Anfang August kann Feldsalat (Rapünzchen) ausgesät
werden, wobei die Reihensaat der breitwürfigen Aussaat vorzuziehen ist.
- Rettich: Anfang August kann Herbst und Winterrettich gesät werden.
Reihenabstand 30cm in der Reihe später auf 15cm vereinzeln.
- Schwarzw.: Die Düngung der Schwarzwurzeln sollte im August beendet
werden, damit sie sich im Winter gut halten.

Auf ein gutes Gelingen:

Ihr Fachberater des Stadtverbandes Dessau

Tipps vom Fachberater: Juni 2009

Die kühle Witterung in den letzten Mai-Tagen hat bei vielen Pflanzen zu Wachstumsstockungen geführt. Besonders betroffen sind Gemüsepflanzen wie Paprika, Gurken, Tomaten und Zucchini. Gut beraten waren die Gartenfreunde, die den Pflanzen noch einen leichten Schutz, insbesondere gegen die kühlen Nachttemperaturen, gegeben haben. Nach Beendigung dieser kalten Witterungsperiode ( Schafskälte ) gilt es für die Pflanzen und für die Gartenfreunde Versäumtes nachzuholen. Es ist noch Zeit, Gurken, Paprika Tomaten und Zucchini zu Pflanzen. Auch können noch Sommersorten von Salat und Kohlrabi ausgesät werden.

Die Erdbeerernte beginnt. Die Erdbeeren sind regelmäßig abzusuchen, von Grauschimmel befallene Beeren sind dabei ebenfalls mit zu entfernen und zu entsorgen. Welkende Erdbeerpflanzen deuten auf einen Befall der Erdbeermilbe hin, und sind sofort zu entfernen. Sie gehören jedoch nicht auf den Komposthaufen. Regelmäßiges Gießen und Düngen fördert das Wachstum der Gemüsekulturen.

Die tragenden Weinreben können im Frühsommer geschnitten, bzw. ausgelichtet werden. Zweijährige Blumen, wie Malve, Tausendschönchen, Bartnelken Fingerhut, Goldlack und Stiefmütterchen, können jetzt ausgesät, und später an Ort und Stelle pikiert werden. Hecken stehen jetzt im vollen Wachstum und können zum ersten Mal in diesem Jahr geschnitten werden. Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit werden auch die Schädlinge und andere Plagegeister mobil. Schnecken brechen überfallartig in unsere Blumen und Gemüsekulturen ein und richten großen Schaden an. Bekämpft werden können Sie z.B. mit Schneckenkorn. Blattläuse und weiße Fliege befallen unsere Gemüsekulturen. Bekämpfung z.B. mit verdünnter Brennnessel Jauche. Kartoffelkäfer schädigen unsere Kartoffeln. Bekämpfung: Käfer und insbesondere Eigelege und Larven absuchen. Kirschfruchtfliegen befallen insbesondere unsere Süßkirschen. Gelbtafeln helfen nur wenig, sondern locken nur noch andere Fliegen von anderen Bäumen an. Birnengitterrost ist nur schwierig zu bekämpfen. Krankheitsüberträger sind Wacholder Arten.

Viel Erfolg beim Gärtnern, und bei der “Jagd“ nach den Schädlingen.

Tipps vom Fachberater: April 2009

Aussaat und an Zucht von Jungpflanzen

Die Auswahl von Gemüse- und Blumenpflanzen in den Gartencentern und Baumärkten ist in dieser Jahreszeit besonders groß. Jeder Gartenfreund kann die an Zucht dieser Pflanzen jedoch auch einmal selbst versuchen. Möglichkeiten bestehen dazu zum Beispiel: Im Gewächshaus, im Frühbeetkasten oder zu Hause auf der Fensterbank. Begonnen wird mit der Aussaat in der Regel im März in Saatschalen, oder in Blumentöpfe. Zur Aussaat von Gemüsepflanzen eignen sich besonders: Tomaten, Paprika, Zucchini, aber auch: Salat, Kohlrabi, Blumenkohl oder Brokkoli. Anfang April können die Sämlinge, wenn sie 2-4 Blätter haben, in größere Pflanztöpfe pikiert werden. Tomaten und Paprika sollten etwas tiefer als sie vorher gestanden haben gepflanzt werden, dadurch bekommen sie an dem Stiel zusätzliche Wurzeln und die Pflanzen wachsen kräftiger. Kohlrabi, Salat, Blumenkohl und Brokkoli sollten keinesfalls tiefer als sie vorher im Saatgefäß gestanden haben, gepflanzt werden. Sollten die Jungpflanzen zur Weiterkultur in ein Gewächshaus oder in einen Frühbeetkasten gebracht werden, so ist auf alle Fälle auf den Befall von Schnecken und Kellerasseln zu achten. Tomaten und insbesondere Paprika sollten bevor sie an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden, keinesfalls tieferen Nachttemperaturen als + 10-15 Grad C ausgesetzt werden.
Sommerblumen können, soweit sie nicht schon im März in Saatgefäßen herangezogen wurden, und ebenfalls wie die Gemüsepflanzen bereits pikiert wurden, ab Mitte April im Freiland ausgesät werden. Bei niedrigen Nachttemperaturen sollten sie jedoch noch leichten Schutz erhalten. Für die Aussaat eignen sich z.B. Ringelblumen, Studentenblumen, Reseda, einjähriger Rittersporn, Astern und Löwenmaul. Damit Sie kräftige Pflanzen erhalten, sollten die Samenkörner nicht zu dicht gesät werden.

Viel Erfolg bei der Aussaat, beim Pikieren und Pflanzen wünschen Ihnen Ihre Fachberater des Stadtverbandes Dessau

Tipps vom Fachberater: März 2009

Wohnungsputz für Star, Meise und Sperling
 Unerlässlich für den Vogelliebhaber ist das regelmäßige Warten der Nistkästen.
Darunter fallen:
  - Überpürfen des Geamtzustandes und der Aufhängevorrichtung
  - Neubeurteilung des Aufhängeortes
  - Säubern des Innenraumes.
Diese Nistkastenkontrolle sollte optimalerweise jährlich erfolgen.
Der günstigste Zeitraum liegt in den Monaten September bis November.
Ab diesem Zeitpunkt hat auch der letzte Vogelnachwuchs die Nistkästen verlassen.
Nun gilt es, alte Nester mitsamt den darin lebeneden Parasiten wie Vogelflöhen, Milben und Zecken aus den Kästen und Höhlen zu entfernen, damit die nächste Vogelbrut nicht übermäßig befallen wird.

Wer es versäumt hat, jetzt ist der absolut letzte Termin.
Ansonsten lässt man es für das laufende jahr ganz bleiben, denn während der Brut- und Aufzuchtzeiten sollten jegliche Störungen an den Nistkästen gänzlich vermieden oder zumindest so gering wie möglich gehalten werden.
Daran ist bereits beim Auswählen von geeigneten Örtlichkeiten zu denken.

Im eigenen Garten empfiehlt es sich, nach jeder Brut die Nistkästen zu kontrollieren und dabei zum Beispiel unbefruchtete Eier oder tote Jungvögel zu entfernen.
Der kasten wird ausgefegt und bei grober Verschmutzung mit klarem Wasser ausgespült. Scharfe chemische Reinigungs- oder Desinfektionsmittel dürfen niemals verwendet werden. Gegebenenfalls ist etwas Sodalauge zu verwenden.
Schließlich muss der Nistkasten nicht unsere Hygiene - Vorstellungen der eigenen "guten Stube" erfüllen.
Gründliches Austrocknen ist dann wichtig.

Achtung: Bitte anklopfen um vor Überraschungen sicher zu sein, denn es kann sein, dass ein anderer Hauseigentümer wie Hasel- oder Wühlmaus die Wohnung bezogen hat.

Tipps vom Fachberater: November / Dezember 08

Herbstputz/ Winterfestmachung
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, die Nächte werden kälter, es wird Zeit, frostempfindliches Gemüse zu ernten, sowie nicht winterharte Pflanzen und Stauden in das Winterquartier zu bringen.
Zu den frostempfindlichen Gemüsesorten gehören z.B. Gurken, Zucchini, Kürbis, Buschbohnen, Stangenbohnen, Tomaten und Paprika. Es ist auch vorteilhaft dieses Gemüse vor dem ersten Nachtfrost mit Folie Abzudecken, denn erfahrungsgemäß kommt nach dem ersten leichtem Frost wieder eine mildere Periode. Tomaten reifen aber auch in der Wohnung oder in einem anderem frostfreiem Raum problemlos nach, vorausgesetzt sie sind gesund und haben ihre normale Größe weitgehend erreicht. Mit der Ernte von späten Gemüsesorten wie Möhren, Knollensellerie, Rote Rüben, Winterrettiche und allen Spätkohlarten kann bei guter Witterung noch bis Mitte November gewartet werden. Dahlien, Gladiolen, Canna, Knollenbegonien und andere Blumenknollen sind aus der Erde zu nehmen, gut abtrocknen zu lassen und in das Winterquartier zu bringen. Sind die Herbstastern, Chrysanthemen und andere herbstblühende Blumen verblüht, sind sie über dem Boden abzuschneiden. Das Unkraut wird entfernt, der Boden wird, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden, mit der Grabegabel oder der Gartenkralle leicht gelockert. Sind alle erforderlichen Arbeiten erledigt, ist es Zeit, den Garten auf den Winter vorzubereiten. Abdeckmaterial für empfindliche Pflanzen ist bereitzuhalten. Gartengeräte, wie Spaten, Hacke, Harke usw. sind zu reinigen und gegebenenfalls leicht einzuölen. Wasserleitungen und Hauswasserversorgungen sind zu entleeren. Die Pumpen sind frostfrei zu überwintern. Die Gartenlauben sind zu sichern, das gilt besonders für Fenster und Türen. Sind alle Arbeiten erledigt, ist es Zeit sich zurück zu lehnen, und in Ruhe an das neue Gartenjahr zu denken, Gartenkataloge zu wälzen ,und eventuell neue Pflanzen und Samen zu bestellen. Ein gutes Gelingen im neuen Jahr wünschen Ihnen Ihre Fachberater des SVG Dessau e.V.

Tipps vom Fachberater: Oktober 08

Kohlrabi ernten
Der für den Winterverbrauch vorgesehene Spätkohlrabi sollte vor den ersten stärkeren Frösten geerntet werden. Dabei wird alles Laub bis auf die jüngsten Herzblätter entfernt. Die Strünke werden kurz unter der Knolle abgeschnitten. So vorbereitet, kann der Kohlrabi in einer Erdmiete im Garten für den Winterverbrauch gelagert werden. Da Erdmieten etwas aufwändig sind, und vor allem vor Mäusen geschützt werden müssen, bietet sich auch die Lagerung in einem kühlen Keller an. Dort wird der geerntete Kohlrabi in feuchten Sand oder in feuchte Erde eingeschlagen. Wichtig hierbei: Die Strünke bleiben samt Wurzeln an der Knolle. Das Einschlagsubstrat darf nicht austrocknen und sollte öfter auf seinen Feuchtigkeitsgehalt geprüft werden.

Strauchobst pflanzen
Der Oktober ist Hauptpflanzzeit für Strauchbeerenobst. Beerenobst gehört in jeden Garten. Seine Vorteile sind geringer Platzbedarf, schneller Ertragsbeginn, hohe Ertragssicherheit sowie eine breite Sortenwahl. Stachel- und Johannisbeeren sind bei relativ geringen Pflegeansprüchen am ertragreichsten. Weiße Johannisbeeren sind gegenüber ihren strenger schmeckenden roten und schwarzen Verwandten süßer und daher als Naschfrüchte bei Kindern beliebt. Strauchbeerenobst wird oft als Stämmchen gezogen angeboten. Diese Kulturform erleichtert Ernte und Pflege, bringt höhere Fruchtqualität, aber einen etwas geringeren Ertrag als die Strauchkultur. Besonders für Stachelbeeren sind Stämmchen zu empfehlen. Schwarze Johannisbeeren eignen sich weniger gut für veredelte Stämmchen. Ihr starker Wuchs verursacht kopflastige, instabile Kronen. Häufige Astbrüche beschleunigen ein vorzeitiges Absterben der Stämmchen.

Rosen pflanzen
Rosen, die bereits im Oktober gepflanzt werden, treiben früher aus. Sie bilden bereits neue Wurzeln, bevor der Boden durchfriert. Dadurch treiben sie im Frühjahr stärker aus als im März oder April gepflanzte und blühen auch circa 10 Tage früher. Der Boden sollte zur Pflanzung gut vorbereitet werden, da Rosen lange am Standort bleiben. Günstig ist eine zwei Spaten tiefe Lockerung und gute Humusversorgung durch kräftige Beigabe guten Komposts oder verrotteten Stalldung. Vor dem Pflanzen werden die Wurzeln etwas eingekürzt und die oberirdischen Teile stark zurückgeschnitten. An jedem Trieb bleiben 3 bis 5 Augen stehen. Bei Kletterrosen werden die Triebe auf 8 bis 10 Augen zurückgeschnitten. Der Pflanzabstand für Buschrosen sollte etwa 30 bis 40 cm betragen.